Artikel-Schlagworte: „Anspielungen“

Spiel mir auf das Lied vom Tod an

Spiel mir auf das Lied vom Tod an
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Selbstreferenzialität ist cool. Das habe ich während meiner langjährigen Tätigkeit bei der Firma Pausefilm gelernt. Man klaut Ideen aus seinen eigenen Werken und macht Anspielungen, die sowieso keiner versteht. Aber noch besser ist es, Objekte aus der Populärkultur zu kopieren.

Bei unseren Filmen waren das bereits “Lola rennt”, “Inglourious Basterds”, “Der Pate”, “Forrest Gump” und “Sonnenallee”.

Die Zeichentrickserie “Die Simpsons” beweist nun schon seit mehr als 20 Jahren, wie man subtil und geistreich eigene Ideen mit denen anderer Künstler verknüpft, wie man auf dem Bild zu diesem Artikel, das Bart als Alexander DeLarge aus “Uhrwerk Orange” zeigt, sehen kann.

Kaum ein Hollywood-Streifen blieb bisher von der scheinbar unbegrenzten Fantasie der Simpsons-Macher verschont, jedoch wird dies eher als eine Ehre angesehen, denn die hohe intellektuelle Qualität der Serie ist heutzutage selbst von hartgesottenen Kritikern nicht mehr zu leugnen.

Aber bevor ich jetzt völlig abschweife, möchte ich nur noch kurz sagen, dass es ganz toll ist, wenn jemand dann mal eine Anspielung doch versteht. Man weiß, man hat alles richtig gemacht und man weiß, man hat das Ursprungswerk ausreichend respektvoll behandelt.

Also bitte ich Sie, lieber Leser, seien Sie doch mal aufmerksamer, wenn Sie das nächste mal einen Film sehen, in dem ein älterer Herr im Anzug eine kleine Katze streichelt und dabei über einen Auftragsmord spricht.


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