Polemie
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Streit ist fester Bestandteil einer Beziehung

Streit ist fester Bestandteil einer Beziehung
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Streit ist fester Bestandteil einer Beziehung, ob sie intakt ist oder nicht. Eine Beziehung ist jedoch am Ende, wenn sie nur noch daraus besteht. Beispielsweise gibt es in Hollywood, Mittelpunkt der Filmindustrie der Vereinigten Staaten Amerikas, einige Paare, die nach langer Zeit des Streits schließlich die Trennung als einzige Lösung akzeptieren. Ein gelegentlicher Streit, bei dem es nur um Kleinigkeiten geht und der schnell wieder vorüber und vergessen ist, kann allerdings auch ein Zeichen einer intakten Beziehung sein. Wenn es in einer Beziehung niemals oder nur äußerst selten Streit gibt, ist das auch nicht gut. Die beiden Personen sind in diesem Fall nämlich höchstwahrscheinlich nicht ehrlich zueinander und sagen sich nicht, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind oder wenn sie etwas stört, ihnen etwas nicht passt. Ein Streit, der ab und zu abgehalten wird und nicht zu emotional wird, zeigt, dass die Personen sich aussprechen, dass die Chemie stimmt und sie füreinander geschaffen sind. Wenn man dazu das bekannte Sprichwort „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“ miteinbezieht, sieht die Sache natürlich schon ein wenig anders aus. Ein Liebhaber einer Person in der Beziehung profitiert von dem Streit, bzw. von der Trennung, da sie dann zum Zug kommt und keine Konkurrenz mehr hat.

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Just Bond it

Just Bond it
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In letzter Zeit habe ich wieder mehrere alte James Bond-Filme gesehen. Schon gut gemacht irgendwie. Schnelle Schnitte, rasante Verfolgungsjagden auf dem Land, im Wasser, in der Luft und sogar im Weltraum. Schöne Frauen, superböse Megaschurken und tödliche Handlanger, exotische Schauplätze von Ostberlin bis Bolivien. Brutale Schlägereien, sinnlose technische Spielereien und . Das alles reicht aus, um das Universum des Bondes zu füllen. Es sind sehr viele Klischees dabei, die aber gerade den Reiz ausmachen.

Ich habe versucht, die Zahl der Momente, in denen der Titelheld einer lebensgefährlichen Situation ausgesetzt ist, zu ermitteln, doch es war nicht möglich, denn überall und ständig lauern Gefahren : Hinter Büschen und Hecken, in Zügen, auf Zügen, in Flugzeugen, auf Bahnstrecken und vor allem in metallenen Gebissen von überdimensionalen Riesen.

Wie oft er dennoch überlebt, ist bemerkenswert, aus finanzieller Sicht jedoch gut nachvollziehbar. Denn ich glaube, dass die James Bond-Filme ohne James Bond sich nicht mehr sehr gut verkaufen würden.

Die Filme sind zwar als reine Unterhaltung gedacht, sprechen teilweise aber auch gesellschaftlich und politisch relevante Themen an, beispielsweise den mafiaähnlichen Kampf ums Trinkwasser in „Ein Quantum Trost“ oder die Finanzierung von Bürgerkriegen
durch illegal geschliffene Edelsteine in „Diamantenfieber“.
Ich verzichte diesmal auf die von mir oft angewendete, unehrliche und vom Admin ungeliebte aber effiziente Recherchemethode www.wikipedia.org , V, V und erzähle lieber von der Kontinuität der Reihe. Alle 2-4 Jahre erscheint ein neuer Teil, meist eine Adaptation eines der Bücher Ian Flemings. Alle 1-6 Filme übernimmt ein anderer Spieler die Hauptrolle. Warum, wird nicht erklärt. Ebenso wie die Tatsache, dass „Casino Royale“, der in der heutigen Zeit spielt, chronologisch gesehen am Anfang der Geschichte steht und dass 007 erst an dieser Stelle seinen Doppelnull-Status erhält, den er eigentlich schon seit 44 Jahren hat. Aber dies bleibt wohl ewig ein Rätsel der Filmgeschichte.

Mal abgesehen von diesen kleinen Ungereimtheiten und vom fast schon unverschämt aufdringlichen Product Placements (Ford, Sony Ericsson, Omega) ist 007 inzwischen ein Teil der Popkultur, ein Mythos und unglaublich moralisch und lehrreich mit dem wohl bekanntesten und intelligentesten Satz aller Zeiten : Einen Wodka Martini bitte. Mit viel Eis, wenn Sie haben.

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Die Sinnfrage

Die Sinnfrage
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Jetzt wird es mal wieder etwas filosofisch. Ich frage mich immer noch, auch nach meiner jüngsten Abrechnung mit der Welt, was das alles soll. Jetzt wird es aber etwas konkreter.

Wie kann man eine Frau zur Miss Universe küren, wenn man gar nicht alle auf der Erde gesehen hat und auf anderen Planeten sowieso nicht ? Wie kann man eine Person zur größten der Welt ernennen, wenn man sich nicht sicher ist, ob irgendwo im Norden Burkina Fasos nicht doch noch ein  2,80 Meter großer Mann auf seinen großen Moment wartet ? Es gibt so viele unnötige Dinge, die auf der Welt existieren. Und gleichzeitig so viele ungelöste Probleme. Anstatt sich um die Rettung des Regenwaldes zu kümmern, retten die Politiker lieber die Banken mit von Steuern finanzierten Konjunkturpaketen. Anstatt den Klimawandel zu stoppen, gibt die Regierung lieber 21 Milliarden Euro für neue Waffen aus.

In meinen Texten stelle ich meistens nur Fragen, und das hat auch einen Grund. Diese Welt ist komplex und rätselhaft und sie hat nur wenige Antworten. Ich persönlich finde, dass diese Welt schlecht ist. Man sollte sie am besten abreißen und noch mal neu anfangen. Eine Flut inklusive Arche Noah wie sie in der Bibel beschrieben ist. Und jetzt ist erst mal Sommerpause.

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Pizza

Pizza
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Unser Niveau ist mal wieder ziemlich tief, und die Ideen gehen aus. Deswegen stell ich jetzt einfach mal mein lieblings Pizzarezept rein:

Teig für 4 Personen:

Zutaten:
350 mL Wasser               3/4 Tl Oregano
1 El Öl                             100g Grieß
1 Tl Salz                          475g Mehl
1 Tl Zucker                      3/4 Packung Trockenhefe

Das Wasser bitte Handwarm. Einfach alles zusammen kneten, dass ein schöner Teig entsteht, dann mindestens 30 Minuten ziehen lassen, damit der Teig ein schönes Volumen erreicht.
Dann Tomatensoße einkochen, aus Dosentomaten, einer oder zwei Knoblauchzehen (je nach Geschmack), Zucker, Salz.
Dann den aufgegangenen Teig teilen und zu Pizzen ausrollen. Diese dann mit Tomatensoße bestreichen und nach Lust und Gefühl belegen. Z.B. mit Mozzarella.
Den Ofen auf mindestens 200 C° Umluft und ca. 10 Minuten backen lassen.

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Der neunte Mai

Der neunte Mai
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Am 9. Mai, einem Mittwoch, traf ich in Berlin, wohin ich Zuflucht genommen hatte, zufällig den Menschen, den ich an diesem Tag am wenigsten zu begegnen wünschte: Meine Mutter.

Er war ein regnerischer Mittwochmorgen. In der Luft lag ein Hauch von Abgasen, Asbest und angebranntem Essen. In unserer 70m2 Hamburger Wohnung roch es nach Schimmel  und Rauch und alte Bierflaschen gruben sich in die Flusen des Teppichbodens. Des öfteren wurden im  Treppenhaus illegale Geschäfte betrieben, und wenn man in den Hof trat, bewunderten zwanzig Kapuzenjunkies die Gegend, sagten sie zumindest… Dörte, meine ältere Schwester, blickte nur stumm auf die menschenleere Reeperbahn, während unser Vater, Heinrich, mit Alkohol in der Hand und Nikotin im Mund aus der stinkenden Küche getorkelt kam. „Typisch Papa“, dachte ich, „schon so früh morgens rappeldicht.“ Er legte sich bloß noch stöhnend auf das mottenzerfressene Sofa aus den 70. ern bevor er mal wieder anfing zu nörgeln: „Das hält noch viele Jahre“, pflegte er zu sagen, „damals war ein Sofa purer Luxus, heutzutage ist eben alles Made in China. Und wieso das alles? Der Kapitalismus frisst und alle auf. Ihr werdet schon sehen! Ihr werdet schon sehen!” – Mein Papa, kleinkariertes Spießer-Arschloch.

Mein Vater würde Deutschland nie verlassen. Allerhöchstens um mal in Polen an billigere Fluppen zu bekommen. Das weiß er, und das brauch man ihm nicht zu sagen. Trifft man ihn an der Ader der Heimatliebe, ertönt ein stundenlanger patriotischer Vortrag ohne Punkt und Komma.

Doch nun zu meiner Mutter: Alles begann vor ungefähr einem Jahr, als Dörte und ich beschlossen Vater und Mutter mit einem Flugticket in die Karibik für 4 Personen zu überraschen. Heinrich, mein Vater, hatte schon immer Flugangst doch war bereit sie für Monika, meine Mutter, zu überwinden; denn Monika träumte schon immer davon, in die Karibik zu reisen. Der Urlaub war toll. Am Tag der Rückreise beschloss meine Mutter, noch einige Tage alleine in Querobasto, unserem recht klein aussehendem Feriendorf zu verbringen. Ergo flogen wir ohne sie nach Hause.

Nun sind über 400 Tage vergangen. Anfangs machten wir uns noch große Sorgen und meldeten Monika als vermisst. Doch nach einiger Zeit verflog die Panik, Vater wurde alkoholabhängig, meine Schwester depressiv und ich entwickelte einen furchtbaren Hass auf meine Mutter. Wieso wollte sie bleiben? Vielleicht lebt sie ja noch, und will sich nur nicht melden. Sie hat doch alle Nummern und Adressen im Kopf. Hat sie ne neue Familie gegründet? Hatte sie schon ‘ne neue Familie gehabt und wollte mit dieser zusammenziehen? Wieso meldet sie sich nicht? „Wieso?“, wisperte ich leise.

„Ich kann nich mehr. Diese ewige Melancholie und Raucherei. Wenn‘s das doch nur wär… Immer wird über Mama geredet. Mensch Heinrich, sag doch auch mal was!“ Er antwortete nur ruhig mit der Stimmtiefe Udo Lindenbergs „Ach, halt Dein‘ Fresse.“ Das war‘s, jetzt zieh ich aus, „Nen Scheiß‘ werd‘ ich halten!“, brüllte ich. Ich packte meine paar Sachen, gab meiner Schwester einen Kuss, blickte noch einmal zu meinem Vater und schlug die Tür so zu, dass der fingerlange Sprung darin die komplette Tür zerriss. Tschüss!

Ich fuhr nach Berlin, zu Onkel Willi. Willi hielt genauso wenig von Mutter wie ich, und hat schon immer Platz in seinem Haus in Grunewald gehabt. Sein teuer aussehender Old-Timer Porsche stand wie immer vor der Garage als ich vor dem Haus stand, und daneben stand eine kleine Klapperkiste. Sein Zweitwagen? Ein roter, rostiger Renault? Neben einer Grunewald-Villa? „Hat Willi geheiratet?“, dachte ich, „er hat doch nie etwas davon erzählt.“

Als ich klingelte, und die Tür geöffnet wurde, traf mich der Schock meines Lebens: Meine Mutter stand in der Tür. All der Hass, ich spürte es, all der Hass, er war weg. Ich brach in Tränen aus, sie auch. Wir umarmten uns und ließen uns auf dem Designersofa nieder. „Mama, wieso haste dich nich‘ gemeldet?“, fragte ich. Sie lachte und antwortete: „Was hättest du denn hören wollen? Oder Hein? Glaubst Du, er fände es gut, wenn ich ihm sage, dass Onkel Willi gar kein Verwandter, sondern ein Tourist ist, den ich vor vielen vielen Jahren in der Karibik getroffen habe? Dass ich nur wegen ihm von einem weiteren Urlaub träumte? Dass ich deinen Vater verlassen wollte?“

Ich kam mir selten dämlich vor und lachte.

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Ironie die Dritte

Ironie die Dritte
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Johanna war eine sehr autoritäre Person. Sie duldete keinerlei Widerspruch, am wenigsten von ihrem ängstlichen Ehemann Paul, der sich mal wieder vor der Arbeit drücken wollte. Mit ihren unglaublich blonden Haaren, ihrer überdimensionalen Zahnspange und ihrer markanten Brille machte sie einen furchteinflößenden Eindruck. Sie hatte bereits ein langes, erfülltes Leben hinter sich. Sie war gebürtige Luxemburgerin, was schon ein Abenteuer war. Nach einer schwierigen Kindheit ging sie schliesslich eine komplizierte und unglückliche Beziehung mit einem Admin aus Frankreich ein. Später bezog sie ein altes, gruseliges Haus auf einem verlassenen Grundstück mitten im Wald und machte sich einen Spaß daraus, zufällige Passanten zu Tode zu erschrecken.

Nun war sie verheiratet und wohnte in einem spießigen Einfamilienreihenhaus. Ihr Mann war Physiklehrer und quälte sie gelegentlich mit unlösbaren Aufgaben, da er wusste, dass sie in der Schule in diesem Fach besonders große Schwierigkeiten gehabt hatte. Er litt allerdings unter Unterrichtophobie, er hatte also schreckliche Angst davor, seinen Schülern entgegenzutreten. An diesem Morgen musste ihn sie wie immer aus dem Bett prügeln und zum Frühstück tragen. Nachdem sie dies erledigt hatte, versuchte er noch, etwas Zeit zu schinden, in dem er sich im Badezimmer einschloss und wartete. Wutentbrannt trat Johanna die Tür ein, packte Paul am Genick und schleifte ihn nach draußen. Anschließend ging sie ins Haus zurück und sah sich „Greys Anatomy“ an.

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Projekt Tote Nudel

Projekt Tote Nudel
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gravatar

Sie sollten sich alle einen Gravatar Account zulegen. Dann sieht das in den Kommentaren besser aus, ehrlich.

Mir schwirren seit heute morgen Gedanken durch den Kopf. Gedanken, über etwas neues. Polemie war ursprünglich ein Format für Erörterungen und Erzählungen, und kein Komposthaufen für langweile Videos von irgendwelchen Irgendwelchen.

Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten zwischen Pizzabelag und Programmumschalten. Wir haben die Wahl zwischen war und ist. Entweder wird ein neues Blog eingerichtet, in dem jeder über sein Leben erzählt, das ein und andre Video teilt, Bilder findet, etc. Entweder wir machen es so, wie Millionen andere Blogs auch. Millionen Blogs, die total uninteressant sind. Millionen Blogs, von denen ein paar selbst-ernannte Autoren Künstler sind. Ein paar Blogs unter Millionen schaffen es. Die andren, meisten, unter Millionen gehen nach einigen Monaten unter. Bekommen keine Kommentare, Trackbacks, Mail, nichts.

Oder: Wir gehen einen Schritt zurück und erzählen wieder Geschichten. Ursprünglich bin ich durch einen Kumpel aufs Bloggen gekommen. Er schreibt nicht mehr. Keine Kommentare, nichts, keine Lust mehr. Und das ist das Schlimmste, was passieren kann: Nicht, dass ein Blog untergeht; sondern dass ein Blog untergeht und man immernoch Spaß dran hatte.

Wir haben also die Wahl. Einerseits ist es leichter, kurze Artikel mit einem Fund aus dem Netz zu veröffentlichen, andererseits erfüllt es einen mit einer gewissen Form von Glück, 500 Wörter über ein interessantes und kompliziertes Thema so zu formulieren, dass das Publikum es einfach und unterhaltsam aufnehmen kann.

Denn es gibt nichts schwierigeres als die Simplizität.

Trotzdem. Sie sollten sich nun alle einen Gravatar Account zulegen. Dann sieht das in den Kommentaren auch besser aus, echt.

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