Polemie
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Und bitte !

Und bitte !
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Wenn man an einem Drehbuch schreibt, was ich in letzter Zeit immer öfter tue, hat man immer ein zwiespältiges Gefühl. Auf der einen Seite spürt man selbst seine eigene Genialität, Vorstellungskraft und Eloquenz. Auf der anderen Seite hat man immer Bedenken, ob die großartigen Ideen auch genauso großartig auf der Leinwand umgesetzt werden können. Man hat Angst, dass die Schauspieler ihren Text nicht können, dass das Licht unpassend ist und dass der Ton zu wünschen übrig lässt. Wie gerne würde ich all diese Bedenken einfach über Bord werfen und meine eigene Klassigkeit still bewundern, doch leider kann ich das nicht, denn der Finanzierungsplan der Firma Pausefilm, für die ich arbeite, bewegt sich zurzeit leider noch im einstelligen Millionenbereich.

Ich bin Autorenfilmer, dass heißt, dass ich versuche, die wichtigsten Aspekte, ausgenommen die Kamera und den Schnitt, der Filme, die ich mache, selbst zu gestalten. Der Dreh an sich macht mir persönlich viel mehr Spaß als die Vorlage dazu zu schreiben, man kann wichtige Dinge lernen, Anweisungen geben, den Darstellern zusehen, über Versprecher lachen und sich auf seinem Regiestuhl unglaublich wichtig fühlen. Doch auch wenn es so viel Spaß macht, versucht man doch immer, ernst zu bleiben und das Beste aus seinen bescheidenen Mitteln herauzuholen, was mir bisher -zugegeben- nicht immer gelang. Daher will man als Autorenfilmer seine technischen Möglichkeiten ständig verbessern, neue Kameras kaufen, eine Tonangel zusammenzuschrauben und mit Hilfe von diversen Nachbearbeitungsprogrammen und Spezialeffekten das Ganze etwas aufpolieren.

Doch egal was für ein tolles Equipment man besitzt, man muss immer wieder bedenken, dass man alleine keine Filme machen kann. Hinter jedem Werk stehen dutzende von professionnellen Mitarbeitern, die sich aufopferungsvoll darum kümmern, dass der Oberbeleuchter immer schön genug Kaffee hat.

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Haiti

Haiti
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So. Haiti Leute: “Es sieht wohl so aus (Überraschung), dass Geld allein nicht das Problem ist und dieses auch nicht lösen kann. In Haiti gibt es offensichtlich große Schwierigkeiten, aus den Millionen wirklich sinnvolle Hilfe zu machen. Bei vergangenen Katastrophen hat es dazu geführt, dass zweckgebundene Spenden bis heute nicht ausgegeben werden konnten.”

2004 kam die große Tsunami-Katastrophe auf. Laut einigen Quellen, konnten erst knapp über 80% der Spenden ausgegeben werden. Es ist nämlich generell so, dass Menschen gerne zweckgebunden spenden, und sogar viel, was ich nicht schlechtwerden will, im Gegenteil: Spenden ist lobenswert. Aber ist es nicht viel besser, monatlich 20€ nach Kenya (oder wo auch immer) zu senden als darauf zu warten, dass ein Meteorit einschlägt und es Blut, Schweiß und Geld regnet? Ich meine ja folgendes: Durch das regelmäßige Spenden haben die dortigen Menschen genug Ressourcen um ein adäquates Verteidigungssystem zu konzipieren und zu errichten (den Bau von Deichen, Anschaffung von Seismographen und besser gestützte Häuser, Isolierung, etc, etc). Ausserdem erreicht man dadurch, dass schnelleres Handeln im Falle des Falles eintreffen wird. Wartet man jedoch auf die Apokalypse, wartet man darauf, dass alles zerstört ist, wartet man darauf, dass nichts mehr bleibt, kommt es einem doch so vor, als würden die Stützen nun helfen. Tun sie ja auch, aber. Man ist ja verdammt enthusiastisch, Haiti möglichst viel zu spenden. Und es ist ja auch gut so, dass Spreeblick jetzt fast 25.000€ zusammen hat, aber ich bleibe dabei: Regelmäßig spenden ist hilfreicher. “Vor dem Hintergrund eines wirklich bitterarmen 10-Millionen-Volkes sind die Ängste, dass am Ende zu viel Hilfe zusammen kommen könnte, pardon, übertrieben.”

Klar, ihr seid jetzt alle so “Ja, stimmt, ist ja so, mach ich demnächst.”

Aber dann gibt’s ja noch die Partei, die nie spendet, weil sie findet, dass sowieso alle da korrupt sind und das Geld nur für Drogen, Sex und Waffen ausgegeben wird. Man sollte gut darauf achten, wem man das Geld zukommen lässt. Es ist wichtig, dass die Hilforganisation sich bereits ein Bild des Geschehens vor Ort gemacht hat (und zwar vor der Katastrophe) und ihr die Sitten der Leute bekannt sind. Diese besagte Partei sollte man jedoch ganz und gar nicht auslachen, nein. Sie haben insofern recht, dass humane Hilfe quasi sowieso nicht geboten wird, und selbst wenn, dann nur von den wenigsten Organisationen und selbst dort nur die wenigsten Hilfskräfte.

Vor lauter Arbeit karren sie die Leichen in Port-au-Prince im Dutzend von der Lastwagenladefläche in verschlingende Flammengruben. Massengräber sprießen, aus Angst vor Seuchen aus Infektionen der Leichen, aus dem Boden, so rapide wie sonst nur der Dow Jones fällt. Laut der UNO die schlimmste Katastrophe ihrer Laufbahn. ”Wir haben jeden Respekt vor den Toten verloren.”

Hilfe ist also nötig, aber nicht (immer) nur unter Form von Geld. Medikamente, Zelte, Hilfskräfte, Nahrung, Hoffnung, sind alles Dinge, die auch die größten Skeptiker als lebensnotwendig nach solchen Katastrophen einsehen können. Und wieso nich mal selbst hinfliegen, mit anpacken. Schadet ja nich.

Quellen

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Das Wissen der Erde liegt auf dem Server der Pferde

Das Wissen der Erde liegt auf dem Server der Pferde
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Ich habe mir gedacht : Wenn es schon keinen Artikel über Polemie auf Wikipedia gibt, kann ich ja wenigstens einen Artikel über Wikipedia auf Polemie schreiben. Hier ist er :

Meine persönliche Bestleistung bei dem Versuch, der Produktionsfirma Pausefilm einen Eintrag in der Wikipedia zu widmen und diesen lange wie möglich zu behalten liegt bei exakt 3 Minuten und 45 Sekunden. Die Kontrolleure bei dem Verein sind extrem schnell, ihnen entgeht nichts und es ist quasi unmöglich, sie zu täuschen oder gar zu überlisten.

Wikipedia ging am 15. Januar 2001 online, und setzte sich das Ziel, der gesamten Welt alles verfügbare Wissen kostenlos zugänglich zu machen. Diesem Ziel kommt sie inzwischen immer näher, die deutsche Version knackte beispielsweise vor wenigen Tagen die 1-Million-Artikel-Marke. Doch die Wikipedia hat auch ihre Schattenseiten, viele Lehrkörper verzweifeln an ihren Schülern, da sie ihre Hausarbeiten und Referate nur noch mit ihrer Hilfe und einer gewissen Tastenkombination bewältigen. Aber  auch seriöse Nachrichtenmagazine vertrauen voll auf das digitale Orakel, und alle fielen sie auf den manipulierten Artikel über den damaligen Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Karl-Theodor zu Guttenberg, dem heimlich der Name “Wilhelm” hinzugefügt wurde, herein. Dieser unerfreuliche Vorfall nagte an der Glaubwürdigkeit der Internetseite, von der es mittlerweile hunderte Ableger gibt, unter anderem über die Simpsons, die Ducks und sogar über Kamele.

Es werden auch immer öfters komplette Artikel gelöscht, da sie als unwichtig erscheinen. Hierbei wird nicht selten der gute Geschmack der Admins in Frage gestellt, da auch einige Dinge mit hohem Ansehen und diversen Auszeichnungen auf Wikipedia verweilen, über deren Relevanz man sich als einfacher Autor nicht immer im Klaren ist.

Dennoch sollte man die Wikipedia weiterhin anfeuern, benutzen und unterstützen, da sie meiner Meinung nach zu den besten Ideen des vergangenen Jahrzehnts gehört und niemals sterben darf.

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Das Leben ist zu kurz, um klar zu sein

Das Leben ist zu kurz, um klar zu sein
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Das Leben ist zu kurz. Viel zu kurz. So viel ist schon mal klar. Alles andere folgt jetzt.

Man stellt sich eine Welt vor, in der jeder Mensch eine bestimmte Aufgabe zugeteilt bekommt, die er sein ganzes Leben lang, von der Wiege bis zur Bahre, verrichten muss. Ein armer Mensch muss alle Probleme, die bei der Benutzung von Windows Vista auftreten, dokumentieren und lösen. Ein anderer muss alle verfügbaren arabischen Mathematikbücher lesen. Noch ein anderer muss herausfinden, wer zuerst da war, die Henne oder das Ei.

Wenn alle Menschen der Erde eine derart konkrete Aufgabe bekommen würden, kann man sicher gehen, dass alle existierenden Bereiche ausreichend abgedeckt werden. Kein einziger noch so genialischer Blog im Internet würde einsam und zurückgeblieben und vor allem leserfrei bleiben. Keine einzige grüne Wiese im Osten Kanadas würde verrotten, ohne dass je ein Mensch seinen Fuß daraufgesetzt hätte. Aber die einzelnen Menschen mit ihren monotonen und von vornerein gescheiterten Aufgaben würden sich wahrscheinlich furchtbar langweilen und irgendwann beginnen, zu streiken.

Also muss sich jedes einzelne Individuum, die Dinge, die ihn interessieren, nehmen und in den engen Stundenplan des täglichen Wahnsinns hineinpressen, bis nichts mehr zu kurz kommt. Aber selbst, wenn jemand sich mit einem Ding ganz speziell befassen würde, er würde es nie so lange würde tun können, bis es komplett ausgereizt wäre. Dazu müsste das Leben schon Jahrtausende lang sein. Und schlafen müsste man aus Zeitspargründen ganz weglassen, außerdem müsste man das Beamen endlich salonfähig machen, da die ganzen Transporte und Wege  von A nach Z auch ziemlich lange dauern und streng genommen absolut unnötig sind.

Warum das Leben so schnell vorbei ist und warum es auch noch vorzeitig durch Unfälle, Morde, Krankheiten oder Naturkatastrophen beendet werden kann, weiß ich nicht, aber das zu erklären ist schließlich auch nicht mein Job. Ich stelle Fragen, möchte zum Denken anregen und mir überlegen, was wäre, wenn. Es ist völlig unmöglich, alle Bewohner dieses Planeten glücklich zu machen, auch schon in einem kleineren Rahmen, in einem Staat oder einer Stadt, gibt es immer Unzufriedene, die durch eine bestimmte Entscheidung benachteiligt werden. Daher auch die manchmal undankbare Rolle von Politikern.

Aber bevor ich jetzt zu sehr abschweife, möchte ich nur noch hinzufügen, dass Sie das Leben so gut wie möglich ausnutzen, und alles, was Sie in den letzten Minuten gelesen haben, am Besten wieder vergessen sollten. Meine komplexen Reflektionen erschließen sich durch normale Gedankengänge nicht zwangsweise und tragen meist eher zur totalen Verwirrung bei. Prost !

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Kaltes Land

Kaltes Land
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Der Schnee fällt ständig

Die Luft ist kühl

Laufen ist sehr zeitaufwendig

Und Kälte das einzige Gefühl

Ich weiss nicht wie ich es machen soll

Um hier zu überleben

Man kommt sich vor wie auf einer Eisscholl

Wärme ist, wonach wir streben

Was soll das alles überhaupt

Ich verstehe es einfach nicht

Das Frieren kam doch so abrupt

Ich sehne mich nur nach dem Tag, an dem der Sommer anbricht

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Bestes Foto Zweitausendneun

Bestes Foto Zweitausendneun
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Ich habe 2009 begonnen, mich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigen. Zuvor waren es bloß Schnappschüsse aus Spaß und manchmal auch gewollte, tolle Bilder, oft aber eher nichts. Seit September habe ich mit Marco nen Photoclub an der Schule gestartet. Wir waren anfangs zu zweit, sind jetzt manchmal 10. Jeden Samstag ziehen wir durch die Stadt und machen Bilder. Irgendwann wollen wir auch mal nach Cassis fahren und dort Aufnahmen machen.

Ich kann zwar nicht von mir behaupten professionelle Bilder zu schießen noch will ich später Fotograf werden, aber ich bin fasziniert von schönen Bildern, und das ist doch immerhin etwas, oder? Martin hat dazu aufgerufen, vor einiger Zeit, unser bestes Foto von 2009 rauszukramen und zu präsentieren. Absendeschluss ist morgen.

Wer kann sich schon entscheiden? Hab hier vier Bilder, nominiere davon das oberste, würde ich sagen. Nahm ich gestern Abend auf. Ausnahmsweise mal nur Fotos mit Marco gemacht und auch nur wir. Die anderen waren schon wieder im Internat oder zuhause. Ist ja Schneewochenende.

Das Bild hat eine gewisse Stille und ist doch aktiv. Es liefen gestern kaum Menschen durch die Stadt. Es tröpfelte etwas Regen herab, schneite danach ausgiebig. Die paar Menschen, die draussen waren, rannten durch die Gegend, auf verzweifelter Suche nach einer Unterkunft. Weiß ja auch nich. Mehr »

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Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
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In zwei Wochen erscheint Schall & Wahn, das Album von Tocotronic, das sowohl die Berlin-Trilogie abschließt, als auch sonst hörenswert sein wird.

Btw: Vorbestellt.

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