Polemie
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Die Zeit

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Helden gesucht! 

adiedusche

 

Wir werden sie nicht kampflos im Ruhe umherschwirren lassen, 

Wir werden es nicht aushalten, wie ihr es gefällt uns zu fassen. 

Alle sind anders, alle sind gleich, wir sind alle Kunden der Zeit. 

Und wo ist das, was sie sucht? Ist es erfunden? Ist es noch weit? 

 

Sie lacht über uns alle, über ihre Kunden, Momente verschwimmen, 

Sekunden vergehen, Minuten verfliegen wie Gefühle, wie Stunden, 

Wie Ideen, wie unsere Liebe zu ihr, wie Nächte und Tage wie Wunden. 

Sie ist unveränderlich, ihrer voraus, authentisch und verschlungen. 

 

Wir wollen froh sein, manchmal geht das nicht, nicht immer möglich, 

Manchmal habe Herzen viel zu viel Gewicht, und sie ist der König. 

Wir haben goldene Herzen, wie gesagt, wir sind bloß Kunden. 

Wir werden nie lernen, sie zu besiegen. Die Zeit heilt keine Wunden. 

 

Wir werden alle vor die Mauer fahren, wie werden alle lachen. 

Irgendwann wird geschrieben werden “Als die Zeit starb, 

trauerte die Welt. Zum Ausdruck ihrer Trauer trugen alle ihre Sachen” 

Am Firmament der Volksbrigaden formen die Sterne ein Grab. 

 

Wir alle werden ihr Blumen schenken, wir werden alle an sie denken. 

Wir werden sie alle ein letztes Mal umarmt gehabt wollen, die Momente. 

Wir werden sie erst vermissen, wenn sie verloren ist. Bald wir’s enden. 

Die Zeit wird ausziehen, da am Monopol, Platz machen, den neuen Ideen. 

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Digitalisierung und so

Digitalisierung und so
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Wir sind wieder da! 

kockhorer

 Mein genialer Fäkalkollege vitou wohnt bereits seit ein paar Monaten völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Daher ist er besonders auf seine elektronischen Hilfsmittel, bevorzugt der Firma Apple Inc. dringend angewiesen. Doch auch wenn man nicht auf dem Land, sondern mitten in der Stadt lebt, ist es teilweise doch erschreckend, wie abhängig man heutzutage von Technik, besonders vom Computer und vom Internet, ist. 

 

Man kann es überall sehen. Auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Sitzungen. Die Möchtegern-Geschäftsmänner, die sich die ganze Zeit mit ihrem Handy beschäftigen. Aber auch echte Businessmen hantieren stetig mit ihrem Blackberry. Wenn man sie etwas fragt, wollen sie meist, dass man es noch einmal wiederholt, da sie nicht zugehört haben, mit den Gedanken in einer wichtigen E-Mail. 

 

Obwohl man selbst begeistert ist von den modernen Technologien, wie dem iPhone, ist man in solchen Situationen dennoch leicht entnervt. Die Kommunikation findet nur noch digital statt. Analog geht auf dem Gebiet gar nichts mehr. Es ist wie mit dem einst aktuellen Thema der „Asozialisierung“ der Kinder, die sich gegenseitig mit SMS kontaktieren, obwohl sie sich im selben Raum befinden. Nur dass jetzt alle Altersklassen betroffen sind. In diesem Rahmen ist auch der Begriff „No-Life“ entstanden. Das heißt aus dem Englischen übersetzt „Ohne Leben“. Er bezeichnet Computer- und Gamefreaks, die ihre Tage und Nächte mit Online-Killerspielen verbringen. Das ist natürlich ein extremer Fall und passt nicht wirklich in die Thematik dieses Textes. 

 

Aber auch sonst wird alles immer elektronischer und digitaler. Prinzipiell gute Einrichtungen werden zu Suchtfallen. In ICEs, Cafés, Hotels und Lounges ist drahtloses Internet inzwischen Standard und auch nicht mehr wegzudenken. Und genau dort liegt das Problem. Wenn man es sowieso schon keine zehn Minuten mehr aushält, ohne seine Nachrichten abzurufen, ist es nicht gerade gesund, wenn man nicht einmal im Urlaub zur Ruhe kommt. 

 

Es gibt aber auch gute Seiten an der Digitalisierung. Wenn ich beispielsweise gerade einen Text für diese Blog geschrieben habe und aushäusig bin, kann ich dem Manager von FSD dennoch das wertvolle Dokument problemlos zukommen lassen. Dank Wi-Fi. 

 

Ich bin dem Wireless-Fieber noch nicht verfallen und kann mich deswegen noch kontrollieren, was meine Stunden im Cyberspace betrifft. Aber die Seuche verbreitet sich immer mehr. Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. 

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Souvenirs

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Sous le cerisier 

 

Elle ferma les yeux. Son coeur s’affolait. Il battait si fort que son rythme incontrôlable raisonnait au fin fond de sa tête. Soudain une détonation retentit derrière elle. Anna eu un haut le cœur. Ses mains se crispèrent, si fort qu’elle ne les sentait plus. Une larme chaude roula sur sa joue, se cristallisant sous le vent glacial qui s’était levé. Ses jambes flanchèrent et la jeune fille s’écroula lourdement sur l’herbe froide. Lentement, Anna ouvrit les yeux, elle regardait les étoiles sans vraiment les voir. Les branches dénudées du cerisier se balançaient dans le vent, leur grincement se perdant dans le silence de la nuit noire. Anna entendait la détonation se répéter au loin dans sa tête. Tous ses sens s’étaient fanés, elle ne ressentait plus que la douleur aigue de la balle dans son dos. Le visage de Quentin lui apparu et un cri strident déchira ses lèvres, s’élevant en un dernier souffle, pour retomber aussitôt. Anna ne respirait plus. Ses yeux blancs fixaient le ciel et sa bouche ouverte continuait silencieusement sa longue plainte. Et le vent, petit à petit, effaça ses traits terrifiés, pour ne laisser, sur son doux visage qu’une attente éternelle. 

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Musikmontag #4

Musikmontag #4
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Guns’n’Roses haben ganz schön viel gecovert 

gunsnrosesn

Es ist gar nicht mal so leicht, zwei Wochen ohne Internet zu leben, besonders wenn der Alltag seinen Lauf nimmt. Hausaufgaben machen, ohne mal eben kurz oben in den Wolken nach der richtigen Antwort zu suchen, oder mal eben twittern, ob denn alles passe, oder einfach nach Material für einen Aufsatz/eine Präsentation znouten (Googlen für die Grüneren) 

Es ist überhaupt nicht einfach, ohne das Web eine Rezension zu schreiben. Wie soll man bittschön, ohne das tolle, weite Netz einen guten Artikel über Ultravox erstellen? 

 

Ich versuche es einfach mal so: 

 

Giganten ist so ein Wort, das bei Sat1-Hitparaden total gerne verwendet wird, daher wende ich mich eher an ein ähnliches Wort, das bei öffentlich-rechtlichen Hitparaden seinen Platz hat: 

Größen wie die Beatles, Rolling Stones oder Bob Dylan kennt wohl jeder, oder sollte jeder kennen

Heute geht es um Guns’n’Roses, über die jeder einmal geschrieben haben sollte. 

Ich weiß nicht, was sie so Tolles an sich haben, ich weiß nur, dass der CEO von Dr.Pepper jedem Einwohner der Vereinigten Staaten eine Flasche seines gleichnamigen Markengetränks versprochen hat, gratis, als Geschenk, falls Guns’n’Roses nach mittlerweile fast 19 Jahren doch noch ein Album veröffentlichen. Tja, für diesen Herbst ist es angekündigt

Mir ist lediglich aufgefallen, dass sie viele Buschtrommeln verwenden, und dass auf dem Greatest Hits Album drei Coverversionen sind, von denen Sympathy fot the Devil bereits eine fantastische, andere bekommen hat, von irgendwem. Bei YouTube steht das, hätte ich Internet, würde ich suchen. 

Ja. 

Knocking on Heavens Door ist fantastisch, da hat aber irgendwann mal irgendein Künstler etwas besseres hinbekommen. 

Wir könnten uns darauf einigen, dass ohne Guns’n’Roses die Welt und Dr. Peppers Aktienkurs eine andere Kurve eingeschlagen hätten. 

 

Also, bitte Welcome to the Jungle hören. Bei YouTube suchen, oder so… 

Und Sweet Child o’ Mine auch, ja? 

 

Links zum Erwerb gibt es heute nicht, auch kein Tutorial

Es ist irgendwie.. anders.. ohne Internet zu sein. 

Das wirft den Plan meines kompletten Tages um. 

Toll. 

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Tage wie Wunden

Tage wie Wunden
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Wir verstehen eigentlich gar nicht mal so viel. 

interessanteengel

 

Sie geben nicht an, diese bescheidnen Ignoranten 

Verzichten auf Ehren, haben den Durchblick. 

Sie sehen alle, die zusammen gleich toll sind 

Sie sähen Wind und ernten Sturm. 

Sie geben nicht auf, aus bloßem Wahnsinn 

Und klauen Flieger, die sie kontrollieren. 

 

Sie geben nicht an, diese Fundamentalisten. 

Sie stehen auf Basen aus festem Zement. 

Gründen Parteien und schmieden Pläne, 

Die scheitern, sobald sie erste Ebenen erreichen. 

Sie geben nicht auf, die banalen, tollen Leute 

Sie kämpfen bis zum Tod oder der Erleuchtung. 

 

Wir verbringen Monate wie Sekunden 

Wochen, als wären sie Minuten 

Feste, als seien sie gelaufen. 

Und wir verstehen es nicht 

 

Wir sind nur Menschen ausm Bauch. 

Gesteuert von innen. Aussen will auch. 

Wir wissen, dass da viel mehr ist. 

Wir schweigen. Es ist Gebrauch. 

 

Wir wissen, was verborgen wird 

Es ist groß und ganz ganz toll 

Wir sind bei der Zeit bloß Kunden 

Und wir verstehen es nicht 

 

So ungefähr stellt man sich das Leben vor. 

Unvorstellbar toll, mit Hintertür. 

Wir gehen hinaus, frische Luft rufen. 

Offene Tage wie Wunden scherzen. 

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Heute war kein Donnerstag

Heute war kein Donnerstag
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Es muss ja nicht immer toll sein. 

keindo

Nein. Man kann es auch einfach mal lassen, das Schreiben. Einfach mal nichts zum heutigen Tag fügen. Alles so lassen und einfach schlafen, z.B. 

Ich habe heute keine Lust, eine lange und schöne Geschichte zu schreiben, oder mich in den Gedanken fiktiver Personen umzusehen und meine Erfahrungen über diese niederzuschreiben, einige Zitate von einigen Songs von tollen Künstlern, verlinken, bold zu markieren, was bold gehört, dazu die Musik hören, die ich im Moment auch höre (Hi, Freaks! – Tocotronic) 

Heute nicht. Ich habe gestern sogar noch lange über das nachgedacht, was im Post steht, ob das einem so widerfahren könne. Bestimmt. Ich hätte noch viel hinzuzufügen, hab mir mehr überlegt. Bin wohl zu sehr eingegangen auf den Charakter. 

Aber heute nicht. 

Ich hab Lust auf Reime, hier also etwas andere Zeilen: 

 

Das trübe Grau wird erhängt. Ein Schuss Rot in den Morgen wird abgefeuert. Meine Sorgen sterben wie Ratten. Ertränkt. 

Kriegsschiffe wurden versenkt, unzählige grausame Piraten angeheuert, Geiseln zu nehmen, am Kragen zu packen, zum Tod. 

Und ich Idiot glaube der Werbung, die mir Gutes verspricht. 

Sie raubt mir die Meinung, schlägt mir direkt ins Gesicht. 

Sie linst nicht durch die Tür, sie bricht alles auf. Wie zu erwarten. 

Verdammte Kapitalisten, Kommunismus ist tot. Es waren Piraten. 

Mein neues Ego kostet nur elf Euro, es kam an, frisch poliert, 

Klopfte an der Tür zum Paradies und ich wurde ummarschiert. 

 

Wüsste ich es nicht besser, könnte ich mich im Spiegel verlaufen. 

Verkauft bin ich bereits. Ich gehöre denen gegenüber, die es meinen. 

Ich weiß jedoch, wo ich stehe. Mein Echolot schlägt im Takt aus. 

Ich könnte nach Hilfe schreien, doch niemand erkennt den Graus. 

Wir sollten uns vereinen. Zu einer starken Kraft, echt sein. Authentisch. 

Obwohl, authentisch war schon Hitler. Wir sollten sie blenden, nicht? 

Sie schlagen, mit einer Faust aus Licht aus der Hölle. Angst vereint. 

Zuversicht und Liebe kennen sie nicht. Wir bauen auf verronnene Zeit. 

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Ironie

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Erkläre mir die Wahrheit. Bitte. 

Foto 12

Du
 hast mir gezeigt, was Liebe bedeutet, Du hast mich leiden lassen, nicht lieben lassen, mich liegengelassen, mein Herz lag offen und ich legte es Dir zu Füßen wie ein Tagebuch mit roten Titeln und schwarzen Texten. Ich weiß nicht, ob Du es je gelesen hast. Ich habe Dir immer wieder Zeilen daraus vorgelesen, doch Du gabst mir das unangenehme Gefühl, ich solle mein Werk welken lassen. Ich fragte, wie mein Gedicht für Dich gewesen ist. Eine Antwort habe ich bis heute nicht. Wir haben es uns lange genug bequem gemacht, Du hast einfach gelacht, während ich mir mit Deinen Farben Bildermalte. Bilder, die ich nächtlich treffe. Ich träumte von Dir, von uns. Ich spürte, dass da was war,irgendwas. Ich wusste es nicht, und Du ließt mich nicht denken. 
Du hast mich im Schlaf
 vergiftet. Ich sah Dich zusammen mit mir. Danach sehnte ich mich. Nach Dir. Ob es Liebe war? Ich glaube, es war stärker. Erzähl mir was von Seelenverwandtschaft. Ich glaubte Dir. Wie immer. Wie sonst immer. Obwohl.. vielleicht würde ich Deine Worte gerne streichen, und Dich gleich mit aus meinem Gedächtnis. Du brachtest mir jedoch auch viel. Durch Dich habe ich leiden undlieben gelernt. Ich würde gerne um Vergebung bitten. Ist es zu spät
Ich will Antworten. Ich habe ein Recht darauf. 
Wieso?  

Wieso ich mit einem Rückblick beginne? 
Haha. Nur Du weißt, wofür das hier steht, dieser Text. Er ist für Dich. Jeder könnte es lesen, jederkönnte diesen Brief von der Fußmatte stehlen und ansehen, doch niemand wird es verstehen. Weißt Du was? Ich verstehe es selbst nicht. Ich kann es mir denken, diese Freiheit hast Du mir wiedergegeben, nachdem ich lange gebettelt hatte. Ja, ich werfe Dir viel vor. Ich kam zuerst und gehe zuletzt. Alles bloß Gemälde in den Gedankengallerie meiner Zeit. Ich habe Tage damit verbracht, Dein Handeln zu entschuldigen, für Dich. Ich habe es nicht verstanden

Ich sehe mich um, es ist überall das selbe. Überall Liebe. Auch bei Dir? Jedes Piano spielt im Moment das gleiche Lied. Ich habe wohl die falschen Noten gehabt. Habe nicht gelernt. Verspiele mich. Ich bin wohl nur ein Gast hier. Bleibe im Hintergrund. Das wollte ich nie. Aber was man nicht bekommt, das will man bekanntlich haben, selbst wenn man dabei sein Herz verliert. Ich habe verloren. Ich strecke mehr und mehr meine Fühler nach Dir aus und irgendwann, da war ich mir sicher, würde ich erwachen und das alles vergessen
Das hat sich alles überhaupt nicht so entwickelt… Vollkommen
 anders. Wir waren die Herrscher der Schwingung, und das als Unerfahrene im Gebiet der Liebe. Wir waren zusammen. Wir waren ein Paar.Jeweils. Du für Dich, ich auch. Du bist gegangen, ich kam mit, ich ging runter, oder auch nicht, ich wurde zu Deinem Schatten, Deinen Konturen, und ging nach der Schule wieder
-
 Millionen Legionen Die Fantastischen Vier 

Ich fragte mich jeden Tag auf ein Neues, was ich wohl falsch machte. Du weißt, dass ich das hier nur für Dich schreibe. Nur Du kennst die Wahrheit. Du und ich. Vermutlich ist das das Einzige, was wirgemeinsam haben. Ich denk immer wieder daran, dass einem nach Allem nichts bleibt, als die Liebe. Haha. Ich liebe Dich immer noch. Uns trennen hunderte Kilometer, doch das ist nicht das Problem: Und trennt gewissermaßen auch das Leben. Du und Deine Ideen, Dein Sein, Deine Wahrheit. Ich und meine Ideen, ein kaputtes Ego, meine Wahrheit. Manchmal liege ich stundenlang wach und denke anDich, uns. In diesen Nächten denke ich nicht eine Sekunde an mich. Mir wurde nur zu spät klar, dass ich anders geworden bin, und das kam mit der Erkenntnis. Ich dachte, alles wäre vorbei und ich könnte endlich mein Leben leben. Und dann schriebst Du mir um zwei Uhr morgens SMS, dass ich Dir viel bedeute. Es tat weh. Aber mich ohne Dich zu spüren ist viel schlimmer. Wie wollte ich Dich sovergessen? Wie sollte ich das alles so verarbeiten? Du sagtest mir nichts. Du antwortetest nicht

Ich habe Dich nie hassen können und missachtete mich dafür. Verschonte mich nicht. Das war richtig. Das sehe ich im Nachhinein ein. Jetzt
Wenn Du mir
 eins beigebracht hast, nach all den Jahren, war das Anpassen, die Geduld, in der ich fast eingegangen bin. Wir treffen uns um Tränen zu zählen, im Rinnsal des Lebens. Ich war eine Puppe. Gesucht, nichts gefunden, Du zeigtest mir den falschen Weg, den ich mit Dir ging und ich wusste nicht, ob es richtig war. Im Zweifel kam ich mit. Verlernte mich. Klar, alles ändert sich mit der Zeit. Aber das Wichtigste, was Du mir beigebracht hast, ist Folgendes
Es kommen immer Zeiten des
 Gehens und Zeiten des Stockens, meistens sind es innere Stimmen, die dich daran hindern nach links auf die rechte Bahn zu gelangen: Die Welt dreht sich immer weiter. All diese verdammten Gedanken verfluchen mich, ich kann ihnen nicht entfliehen, konnte Dir nicht entfliehen. Jetzt ist der Weg vor mir offen, ich könnte endlich gehen, endlich
Ich
 ging
Ich bin umgezogen. 
Es wurde
 schlimmer
Und dann, mit einem
 Schlag, war es vorbei. Die Wahrheit ist trocken. Und ich habe sie dann docheingesehen. Akzeptiert. Ich entfernte mich von meinen Zielen und schaltete meine Gefühle ab. Einen Augenblick Dir in die Augen blicken bedeutete mir viel. Ich hatte Angst. Mein Leben knallte auf den Boden und zersprang

Ich wäre infantil, sagtest Du. Ich war naiv. Ja, das weiß ich jetzt. Ich weiß auch, dass ich immer noch naiv bin. Glaube, dass hiermit alles besser wird, für mich. Ich denke nicht mehr daran, ob Dir das hiergefällt. Es ist mir egal. Ich habe es zwar in der Hand, aber irgendwann stockt es doch. Ich kann doch nicht ewig alles für mich behalten. Bei jeden Wort von Dir kommt alles wieder hoch. Viele Jahre. Du warst mein Leben lang ein Geschenk. Ich habe das Paket nie geöffnet. Habe es liegen lassen. Ich hatte meine Gedanken enthüllt und sie mit Hoffnung gefüllt. ich konnte sie nicht wegwerfen. Ichführte mein Leben nicht an. Du warst es und ich hielte es für richtig. Für Liebe. Für mich. 
Infantil… Ist es nicht
 kindisch, sich zu ändern

Jetzt bin ich anders. Ich bin so manches mal gefallen, blieb liegen, dachte Du würdest mir helfen. Du ignoriertest mich, lachtest, und ich dachte, dass sei Hilfe gewesen, dankte. Jetzt weiß ich, dass das Leben ein einziger Fluss ist, falls irgendwann Schluss ist, dieser Gedanke auch stirbt, wie eine nie-endende Idee, ändere ich meine Sicht. Ich. Mein Vertrauen gegenüber meinem Gegenüber ist drastischgesunken. Ich spüre die Wahrheit nun. Und weiß, was gelogen ist. Das habe ich Dir zu verdanken

Ich hätte damals jetzt auch noch „Danke, ohne Dich, blablabla…“ geschrieben. Heute sehe ich, dass es mein Verdienst war. Ich bin an Dir hängengeblieben und las auf, was Du fallen ließest. Deine Liebe an mich war wohl nur geträumt. 
„Und wenn die Welt mal wieder schwer auf Deinen Schultern liegt, Dein Leben leer Dich nur nach untern zieht, wenn Dir mal alles um die Ohren fliegt, erinner’ Dich, dass niemand hier verloren ist, und Du aus Liebe geboren bist!“ 
- Neophytha Thomas D.

Das hier ist alles überhaupt nicht strukturiert. Wie auch? Ich kann das alles nicht ordnen. Ichverstehe es selbst nicht. Ich wollte all die Jahre eine Erklärung. Ein Miteinander vor allem. Irreale Gedankenströme, die mich durchflossen. Ich bekam Deine Nachrichten, Nachts, solle Dich nichtvergessen. Haha. Ich habe alles verflucht, und Wege gesucht. Alles uminterpretiert, alles gedichtet
Ich will mir
 nicht vorstellen, was wäre, wenn wir uns nicht kennengelernt hätten. Ich will wissen, waswäre, wenn wir zusammen gewesen wären. Ich hatte das Gefühl, dass wir es waren. Gewissermaßen. Ich dachte, Du würdest mich lieben. Ich wusste, dass ich mich irrte. Hörte nicht auf mich. Hoffte, ich läge falsch
Ich habe eine bitte an Dich. Nach allem, was ich getan habe, ertragen habe, mit mir lassen machen habe, habe ich eine Bitte an Dich. Du weißt, ich habe Dich
 nie um was gebeten
Sei
 ehrlich und erklär mir, was in Dir vorging. 
Du sagtest, Du könnest es
 nicht erklären
Du bist verantwortlich für das, was Du
 nicht tust. 
Bitte

Und dann schreibst Du mir heute…
Vielleicht weißt Du gerade nicht, was das soll. Überleg doch mal, wie es sonst immer war: Ich schrieb’zurück, wir redeten zwei Stunden, vier Stunden, die ganze Nacht, und Du kamst zum Schluss, dass es keinen Sinn hätte. Und immer wenn ich etwas vorschlug, einen diplomatischen Zweig wählte, schriebst Du nicht mehr zurück. Ich konnte Dich auch schlecht darauf ansprechen
Sag mir, wie ich glauben soll, dass alles toll und schön und streitlos und wertvoll und erträglich ist, dass sich die Welt
 weiterdreht
Bitte

Und bitte, denk zurück
Sonst wird das nichts. 
Du weißt, dass ich Dich
 nie vergessen werde. Es war schwierig meine Liebe von Dir wegzukriegen, ich zerrte zu stark und jetzt ist er aus, der Traum. Ich träume nicht mehr von Dir. Jedenfalls seitlangem nicht mehr. Ich machte mir keine Gedanken mehr. Bis heute. Du hast angefangen, mit ’nemAndern dein Verlangen zu stillen? Ich hoffe, dass wenigstens Du Dir nicht großartig viele Gedanken machst. Hier hast Du einen Text, der Dir zeigt, dass ich Dich noch liebe. Irgendwo in mir drin. 
Das hier ist ein
 kein infantiler Liebesbrief. 
Nein. 
Ich war
 ertrunken, am Boden zerstört und Dich zu sehen hat mich wieder zum Leben erweckt. 
Ja. 
Das war.
 Ich führe nun mein Leben. Du bist jedoch Teil meines Lebens. 
Und zum
 Beweis schreibe ich deinen Bestandteil nieder. 
Hier ist er. Ein etwas
 anderer Liebesbrief. 
Einer, in dem sich
 nichts auf ein „Ich liebe Dich“ reimt
Einer, den ausser Dir niemand versteht. 
Haha. 
Aber weißt Du was? Ich war
 kaputt. Baute mich neu auf und stecke nun voll mit Selbstbewusstsein. Ich schrieb „ich liebe dich“ und ich liebe Dich, je mehr ich daran denke

Du hast mir nie gesagt, was Du wirklich wolltest. Du sagtest, Du wollest keine Beziehung, begründetest es damit, zu schüchtern zu sein. Ich wiederhole mich, ja. Du sagtest in drei Jahren auch nicht viel. Wir haben nie wirklich miteinander geredet. Bis auf die drei, vier Mal auf MSN. Wir haben so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnten. Wir haben uns jedoch nie hingesetzt und gemeinsam etwas richtig gemacht. Mit den Jahren bin ich älter geworden, habe viel gelernt und bin viel sicherer. Selbstbewusster. Nur in der Liebe nicht. Wie auch, wenn ich meine prägendsten Jahre in Dich investiert habe. Gewissermaßen. Ich weiß nicht, ob ich etwas Neues anfangen sollte, bzw. überhaupt was anzufangen. Was ist, wenn ich Dich besuche und wir uns küssen? Oder wenn ich Dich besuche und wir uns nicht küssen können? 
Meine Welt dreht sich weiter. Sag mir, was Du
 willst
Ich hielte meine Welt für Dich an,
 jeden Augenblick. 

Ich habe keine Lust, eine Liebeserklärung zu schreiben. 
Es ist gleich zwei Uhr. Alles
 schläft
Das hier geht an Dich. So wahr wie verschieden sind, sind wir Eins
Es dauert wohl ein, zwei Tage, bis ich das wieder
 in mir versteckt habe. 
Bei so etwas wäre ich früher auf einem Riff
 gelandet. Es hätte mich zerfetzt
Ich
 berichte Dir, falls ich heute Nacht von Dir träume
Ich will nicht schlafen. Ich bin
 hellwach
Doch ich bin
 gespannt, was ich mir ausdenke. 
Erst noch einmal raus. Eine Runde drehen, Kopf klar machen. Kälte spüren. Einen Nachtflug machen und meine Welt betrachten, Musik ins Ohr und raus. Raus, an die Luft, den Wind wehen hören im Rennen, Atem dampfen sehen, Kind sein. 

Ich glaube, liebe Dich immer noch. 
Irgendwie. 

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