Polemie
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Hier gibt es einen Defibrillator !

Hier gibt es einen Defibrillator !
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Österreich ist ein merkwürdiges Land. Es ist nicht besonders groß und wichtig, aber es hält sich für riesig und unverzichtbar. Die Bewohner sind sehr eigensinnig, lebenslustig aber doch traurig und nachdenklich. Unzuverlässig und arrogant, selbstsicher und mit einem lustigen Akzent. Ich denke, die Kollegin Lou sieht das genauso.

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Der Mensch und die Natur

Der Mensch und die Natur
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Der Mensch missbraucht bzw. instrumentalisiert das Vogelgezwitscher um eine gesunde Welt darzustellen. Das ist eine Beobachtung, die mich doch sehr erschreckt. Ich recherchierte kürzlich für ein schulisches Projekt sehr intensiv über das Thema “Greenwashing”, ein Begriff der das Vortäuschen von ökologischen Werten im Marketing durch Unternehmen umschreibt. Das ist schlimme Manipulation, obwohl es teilweise so schlecht gemacht ist, dass man sich denkt, dass das eh keiner glaubt. Doch leider glauben es viel zu viele. In einem Spot der Energiefirma RWE kann man einem computergenerierten Riesen drei Minuten lang dabei zusehen, wie er mit unterlegter Feel-Good-Musik, Sonnenschein und eben auch Vogelgezwitscher Windräder in den Boden rammt. Das klingt nach billiger Reklame, und genau das ist es auch. Die Macher schaffen es aber, die Stimmung so ins Positive umzuschlagen, dass der Zuschauer gar nicht an die Botschaft denkt und nur noch beeindruckt von den wunderbar anmierten Wiesen und dem blauen Himmel ist. Davon hat die Umwelt nichts, die Firmen machen weiter mit der Verschmutzung und die Menschen haben ein gutes Gewissen. Deshalb ermahne ich alle Leser, aufmerksamer zu sein und nicht mehr alles zu glauben, was man so sieht.

Der Spot von RWE auf YouTube

Die Parodie von Greenpeace

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Der Frühling

Der Frühling
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Die Vögel zwitschern froh und laut

Die Sonne kommt heraus und dem Winter aufs Maul eins haut

Endlich ist sie fort die Kälte

Die uns monatelang nur quälte

Wir können endlich die T-Shirts aus dem Schrank holen

Und endlich weg von den Konsolen

Wir würden gern auf die Wiese

Wenn nur der Wind nicht bliese

Es ist so ein wunderbares Gefühl

Einfach nur draußen rumzusitzen

Es ist nichts mehr kühl

Endlich Wärme bis in die Fingerspitzen

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Empfehlenswerte Filme

Empfehlenswerte Filme
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Ich gehe neuerdings jeden Mittwoch ins Kino. Folgende Filme möchte ich daher empfehlen :

-Soul Kitchen von Fatih Akin

-Invictus von Clint Eastwood

-Shutter Island von Martin Scorsese

-Sherlock Holmes von Guy Ritchie

-Up in the Air von Jason Reitman

-Der Ghostwriter von Roman Polanski

-Tödliches Kommando – The Hurt Locker von Kathryn Bigelow

-Männer, die auf Ziegen starren von Grant Heslov

-Jerry Cotton von Cyrill Boss und Philipp Stennert

-Kennen Sie Pausefilm ? von Frederic Schreitmüller

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Über Sachen reden, von denen man keine Ahnung hat

Über Sachen reden, von denen man keine Ahnung hat
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Im Englischunterricht behandeln wir derzeit medikamentös die Serie „Desperate Housewives“ und die weiblichen Schülerinnen sind dabei selbstverständlich voll in ihrem Element. Aufgeregt sprechen sie mit der ebenfalls begeisterten Lehrerin über die Sendung, und mehrmals erwosch ich mich dabei, wie ich einfach nur still da saß, das Gesagte aufsaugte und gar nichts davon verstand. Ich habe nämlich noch keine einzige Episode gesehen und darf daher streng genommen auch nicht mitreden. Doch in der letzten Stunde reichte es mir und ich griff beherzt in die Diskussion ein. Ich beschrieb unter anderem erstaunlich detailreich, warum Gabrielle solch ein manipulativer Charakter ist und weshalb Bree als Feministin eingestuft werden kann. Der geneigte Leser wird an dieser Stelle wohl kurz innehalten und sich wundern. Aber ich bleibe dabei : ich habe noch keine einzige Folge gesehen. Durch aufmerksames Zuhören der vorangegangenen Gespräche und durch intensives Austauschen mit meiner Sitznachbarin (auch ein großer Fan der Serie) hatte ich genügend Informationen angesammelt, um so zu tun können, als ob ich sämtliche Staffel „Desperate Housewives“ auswendig könnte. Die anderen Menschen im Klassenzimmer waren allerdings keineswegs erstaunt, da einige der maskulinen Männer sich schließlich schon zuvor am Unterricht beteiligt hatten. Aber eines hatte mir die Situation dennoch gebracht. Ich wusste jetzt, dass ich immer irgendwie irgendwo mitreden werden würde könnte, ohne mit dem entsprechenden Thema auch nur eine Sekunde lang Kontakt gehabt zu haben. Das kann bisweilen sehr nützlich sein, denn man erscheint dann immer als topinformierter investigativer Typ und fühlt sich aus keiner Debatte mehr ausgeschlossen. Kritisch wird es erst, wenn das Ganze etwas tiefer geht, und mich beispielsweise jemand fragt, warum ich denn glaube, dass Lynette eher eine schüchterne und introvertierte Person sei. Das weiß ich nämlich nicht. Natürlich ist diese Form der zwischenmenschlichen Kommunikation in gewisser Weise lügen, aber irgendwie ist es auch lustig.

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Ab mit seinem Kopf!

Ab mit seinem Kopf!
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Hier kurz die Fakten:

Alice im Wunderland von Regisseur und Legende Tim Burton, mit (wie hätte es anders sein sollen?) Johnny Depp und Helena Bonham Carter als verrückter Hutmacher und Rote Königin, hatte diesen Donnerstag Premiere.

Es handelt sicher allerdings nicht um eine simple Neuverfilmung, nein, es ist ein Art ‘Fortsetzung’ der Originalgeschichte, eine Kombination aus ‘Alice in Wonderland’ und ‘Alice Through the Looking Glass’.

Die 19-jährige Alice hat, seit sie sich erinnern kann, immer den selben Traum von einem Kanninchen mit Weste und andern merkwürdigen Wesen. Als ein verabscheuungswürdiger Lord auf einer Gartenparty um ihre Hand anhält, sieht sie das Kanninchen aus ihrem Traum, lässt den Lord vor der versammelten Gesellschaft stehen und folgt ihm an einen Ort namens Wunderland. Laut einer Legende ist sie es, die die Schreckensherrschaft der Roten Königin beendet und den Frieden im Wunderland wieder herstellen kann.

Kurz: Genialer Regisseur, geniale Schauspieler, geniale Geschichte, genialer Film.

Was besonders überrascht ist der nahtlose Übergang der verschiedenen Techniken, die in dem Film angewandt wurden, Qualität der Bilder und Effekte. Tim Burton hat eine eigene, kleine, sehr surreale und drogige Welt geschaffen, allerdings weniger morbide und ‘burtig’ als ich erwartet hatte, was mich dann doch etwas enttäuscht hat.

Die Charakteren wurden überarbeitet, haben mehr Persönlichkeit und Tiefe als in allen mir bekannten Verfilmungen.

Was mir sonst noch dazu einfällt, ist, dass der Hutmacher eine viel wichtigere Rolle spielt,  die Grinsekatze eher an einen Wal mit Fell erinnert, Ann Hathaway als weiße Königin unglaublich überzeugend ist und der Märzhase, der sonst ja immer nur sowas wie ein Statist war, der ist ein zusätzlicher Grund den Film zu lieben. (Löffel! =)

Ich würde sagen, dass man sich Alice im Wunderland auf jeden Fall ansehen sollte, auch wenn man sonst mit Surrealismus nichts anfangen kann. Enttäuscht wird man bestimmt nicht.

(Mh, ja, kleiner Tipp am Rande, Freunde: Alice zählt zu den Filmen, die man sich auf keinen, keinen Fall auf LSD ansehn sollte. Nienicht. Besonders nicht in 3D.)

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Dosen sind für Hosen

Dosen sind für Hosen
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Seit knapp drei Wochen hab ich nun nicht mehr für Polemie geschrieben. Vielleicht auch fünf. Das liegt vielmehr daran, dass irgendwie zu viel mehr anderem komme, als dass ich keine Lust aufs Bloggen habe.

Denn im Grunde ist es ja so: Ich bin auf einer IB-Schule. International Baccalaureate. Im Prinzip weicht es vollkommen von allem ab, was ich die letzten Jahre so an Schule erlebt habe. Man wählt sechs Subject-Gruppen mit jeweils zwei oder drei verschiedenen Fächern zur Auswahl, deren Schwierigkeit man ebenfalls wählen kann, ausbalanciert jedoch. Man hat also am Ende sechs Fächer von denen drei SL (Standard Level) und drei HL (Was wohl) sind. Man kann natürlich auch alles HL nehmen, wär aber doof. Das Endexamen ist auf 42 Punkte benotet, da jedes Fach, nach Adam Riese, 7 Punkte geben kann. Es ist natürlich schwieriger in Mathe HL 7 Punkte zu bekommen als in SL.

Drei mal im Jahr haben wir zwischenjährliche Trimesterexamen. So richtig mit Einteilung in Räume, Aufseher, Namensschildern, jeder ne Flasche Wasser und etwas Glück. Das ganze geht immer eine Woche und bereitet uns somit wunderbar auf die Endexamen im Mai 2011 vor. Wie es der Zufall will, beginnen in einer Woche die Trimesterexamen. Heavy und so.

Ausserdem muss man für die sprachlichen Fächer einen (SL) bzw. zwei (HL) World Literature Essays abgeben. Einmal nen Textvergleich und dann noch was. Ich nahm Deutsch HL und gab letzte Woche meinen ersten Entwurf à 2200 Wörter über “Inwieweit wirkt sich das totalitäre System auf die zwischenmenschlichen Beziehungen basierend auf “1984″ von Orwell und “Fahrenheit 451″ von Bradbury aus?”. Wir haben sechs Fächer plus TOK, Theory of Knowledge, Philosophie quasi. Find ich gut. Da müssen wir auch nen Essay abgeben. Und dann noch nen Extended Essay, ne Facharbeit, über irgendwas. Ich bin mir da auch noch unschlüssig.

Hätten wir Leser, könnte ich mich ja mal erkundigen, über was man so ne Facharbeit schreiben könnte. Hätten.

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