Polemie
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Das Wissen der Erde liegt auf dem Server der Pferde

Das Wissen der Erde liegt auf dem Server der Pferde
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Ich habe mir gedacht : Wenn es schon keinen Artikel über Polemie auf Wikipedia gibt, kann ich ja wenigstens einen Artikel über Wikipedia auf Polemie schreiben. Hier ist er :

Meine persönliche Bestleistung bei dem Versuch, der Produktionsfirma Pausefilm einen Eintrag in der Wikipedia zu widmen und diesen lange wie möglich zu behalten liegt bei exakt 3 Minuten und 45 Sekunden. Die Kontrolleure bei dem Verein sind extrem schnell, ihnen entgeht nichts und es ist quasi unmöglich, sie zu täuschen oder gar zu überlisten.

Wikipedia ging am 15. Januar 2001 online, und setzte sich das Ziel, der gesamten Welt alles verfügbare Wissen kostenlos zugänglich zu machen. Diesem Ziel kommt sie inzwischen immer näher, die deutsche Version knackte beispielsweise vor wenigen Tagen die 1-Million-Artikel-Marke. Doch die Wikipedia hat auch ihre Schattenseiten, viele Lehrkörper verzweifeln an ihren Schülern, da sie ihre Hausarbeiten und Referate nur noch mit ihrer Hilfe und einer gewissen Tastenkombination bewältigen. Aber  auch seriöse Nachrichtenmagazine vertrauen voll auf das digitale Orakel, und alle fielen sie auf den manipulierten Artikel über den damaligen Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Karl-Theodor zu Guttenberg, dem heimlich der Name “Wilhelm” hinzugefügt wurde, herein. Dieser unerfreuliche Vorfall nagte an der Glaubwürdigkeit der Internetseite, von der es mittlerweile hunderte Ableger gibt, unter anderem über die Simpsons, die Ducks und sogar über Kamele.

Es werden auch immer öfters komplette Artikel gelöscht, da sie als unwichtig erscheinen. Hierbei wird nicht selten der gute Geschmack der Admins in Frage gestellt, da auch einige Dinge mit hohem Ansehen und diversen Auszeichnungen auf Wikipedia verweilen, über deren Relevanz man sich als einfacher Autor nicht immer im Klaren ist.

Dennoch sollte man die Wikipedia weiterhin anfeuern, benutzen und unterstützen, da sie meiner Meinung nach zu den besten Ideen des vergangenen Jahrzehnts gehört und niemals sterben darf.

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Das Leben ist zu kurz, um klar zu sein

Das Leben ist zu kurz, um klar zu sein
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Das Leben ist zu kurz. Viel zu kurz. So viel ist schon mal klar. Alles andere folgt jetzt.

Man stellt sich eine Welt vor, in der jeder Mensch eine bestimmte Aufgabe zugeteilt bekommt, die er sein ganzes Leben lang, von der Wiege bis zur Bahre, verrichten muss. Ein armer Mensch muss alle Probleme, die bei der Benutzung von Windows Vista auftreten, dokumentieren und lösen. Ein anderer muss alle verfügbaren arabischen Mathematikbücher lesen. Noch ein anderer muss herausfinden, wer zuerst da war, die Henne oder das Ei.

Wenn alle Menschen der Erde eine derart konkrete Aufgabe bekommen würden, kann man sicher gehen, dass alle existierenden Bereiche ausreichend abgedeckt werden. Kein einziger noch so genialischer Blog im Internet würde einsam und zurückgeblieben und vor allem leserfrei bleiben. Keine einzige grüne Wiese im Osten Kanadas würde verrotten, ohne dass je ein Mensch seinen Fuß daraufgesetzt hätte. Aber die einzelnen Menschen mit ihren monotonen und von vornerein gescheiterten Aufgaben würden sich wahrscheinlich furchtbar langweilen und irgendwann beginnen, zu streiken.

Also muss sich jedes einzelne Individuum, die Dinge, die ihn interessieren, nehmen und in den engen Stundenplan des täglichen Wahnsinns hineinpressen, bis nichts mehr zu kurz kommt. Aber selbst, wenn jemand sich mit einem Ding ganz speziell befassen würde, er würde es nie so lange würde tun können, bis es komplett ausgereizt wäre. Dazu müsste das Leben schon Jahrtausende lang sein. Und schlafen müsste man aus Zeitspargründen ganz weglassen, außerdem müsste man das Beamen endlich salonfähig machen, da die ganzen Transporte und Wege  von A nach Z auch ziemlich lange dauern und streng genommen absolut unnötig sind.

Warum das Leben so schnell vorbei ist und warum es auch noch vorzeitig durch Unfälle, Morde, Krankheiten oder Naturkatastrophen beendet werden kann, weiß ich nicht, aber das zu erklären ist schließlich auch nicht mein Job. Ich stelle Fragen, möchte zum Denken anregen und mir überlegen, was wäre, wenn. Es ist völlig unmöglich, alle Bewohner dieses Planeten glücklich zu machen, auch schon in einem kleineren Rahmen, in einem Staat oder einer Stadt, gibt es immer Unzufriedene, die durch eine bestimmte Entscheidung benachteiligt werden. Daher auch die manchmal undankbare Rolle von Politikern.

Aber bevor ich jetzt zu sehr abschweife, möchte ich nur noch hinzufügen, dass Sie das Leben so gut wie möglich ausnutzen, und alles, was Sie in den letzten Minuten gelesen haben, am Besten wieder vergessen sollten. Meine komplexen Reflektionen erschließen sich durch normale Gedankengänge nicht zwangsweise und tragen meist eher zur totalen Verwirrung bei. Prost !

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Kaltes Land

Kaltes Land
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Der Schnee fällt ständig

Die Luft ist kühl

Laufen ist sehr zeitaufwendig

Und Kälte das einzige Gefühl

Ich weiss nicht wie ich es machen soll

Um hier zu überleben

Man kommt sich vor wie auf einer Eisscholl

Wärme ist, wonach wir streben

Was soll das alles überhaupt

Ich verstehe es einfach nicht

Das Frieren kam doch so abrupt

Ich sehne mich nur nach dem Tag, an dem der Sommer anbricht

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Bestes Foto Zweitausendneun

Bestes Foto Zweitausendneun
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Ich habe 2009 begonnen, mich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigen. Zuvor waren es bloß Schnappschüsse aus Spaß und manchmal auch gewollte, tolle Bilder, oft aber eher nichts. Seit September habe ich mit Marco nen Photoclub an der Schule gestartet. Wir waren anfangs zu zweit, sind jetzt manchmal 10. Jeden Samstag ziehen wir durch die Stadt und machen Bilder. Irgendwann wollen wir auch mal nach Cassis fahren und dort Aufnahmen machen.

Ich kann zwar nicht von mir behaupten professionelle Bilder zu schießen noch will ich später Fotograf werden, aber ich bin fasziniert von schönen Bildern, und das ist doch immerhin etwas, oder? Martin hat dazu aufgerufen, vor einiger Zeit, unser bestes Foto von 2009 rauszukramen und zu präsentieren. Absendeschluss ist morgen.

Wer kann sich schon entscheiden? Hab hier vier Bilder, nominiere davon das oberste, würde ich sagen. Nahm ich gestern Abend auf. Ausnahmsweise mal nur Fotos mit Marco gemacht und auch nur wir. Die anderen waren schon wieder im Internat oder zuhause. Ist ja Schneewochenende.

Das Bild hat eine gewisse Stille und ist doch aktiv. Es liefen gestern kaum Menschen durch die Stadt. Es tröpfelte etwas Regen herab, schneite danach ausgiebig. Die paar Menschen, die draussen waren, rannten durch die Gegend, auf verzweifelter Suche nach einer Unterkunft. Weiß ja auch nich. Mehr »

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Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
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In zwei Wochen erscheint Schall & Wahn, das Album von Tocotronic, das sowohl die Berlin-Trilogie abschließt, als auch sonst hörenswert sein wird.

Btw: Vorbestellt.

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Black Books

Black Books
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Vor knapp zwei Monaten zeigte mir ein irischer Freund von meinerseits “Black Books”, eine britische TV-Comedy-Serie, geschrieben und gedreht vom großartigen Dylan Moran, bekannt aus Simon Peggs “Shaun of the Dead” u.A.

“The series revolves around Bernard’s loathing of the outside world and all the people who inhabit it, except his oldest friend, Fran Katzenjammer. Bernard displays little enthusiasm or interest in retail (or, indeed, anything outside drinking, smoking and reading) and refuses to interact with anyone outside his bookshop, or even inside, as Bernard has a personal hatred of customers. Many episodes are driven by Manny and Fran’s attempts to force him into a more socially acceptable lifestyle. However, despite their attempts, and Manny’s strong social skills, their efforts usually result in chaos, sucking them back into Bernard’s nihilistic view of the world.

The series is notable for its surreal, and off-beat, sense of humour, particularly when regarding the state of the shop: It is frequently depicted to be in an unhealthy state of dirtiness, indicated in episode one of season one by seawater molluscs living on the water pipes and, in episode one season two during a particularly bad state, a dead badger on the floor and a hermit crab in a teapot.”

Es gibt drei Staffeln à sechs Folgen in einer Box und ich werde meinen Abend mit ihr verbringen. Hab gerade sowieso so ne Phase. Habe bis eben “Fawlty Towers” zu ende geguckt, davor war “Liebling Kreuzberg” dran. Mal sehen, was als nächstes kommt.

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Howto: Bombing in the air

Howto: Bombing in the air
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Angst und Schrecken werden und täglich von Medien und Menschen eingetrichtert. Man wird belehrt, einen großen Bogen um unrasierte Scheiche zu machen und bloß in Flugzeug möglichst weit weg von jedem zu sitzen, dessen Herkunftsort südlicher als Rom liegt. Ich finde das ziemlich armselig.

Jan schrieb einen offenen Brief an den Herrn Al-Qaida:

Lieber Herr Al-Qaida,

In letzter Zeit beobachte ich interessiert, nein, stutzend ihre Bemühungen Flugzeuge zu sprengen.

Sie greifen hierbei oft auf Bomben und weitere Formen von Sprengsätzen sowie Chemikalien zurück. Ich bin mir sicher, Sie verstehen ihr Handwerk und machen das “nicht zum ersten Mal”, aber mir stellt sich folgende Frage:

Warum schoss eigentlich noch niemand von außen auf Flugzeuge? Es ist doch eigentlich nur logisch. Bomben in Flugzeuge zu schummeln bringt eine Menge Sicherheitsrisiken und im schlechtesten Fall Tumulte und Öffentlichkeit mit sich. Also warum nicht die Geschütze außerhalb des Ziels positionieren?  Ich sprach hierüber schon mit anderen Experten, die meinten Dinge wie “weil man dann (wenn man ein Flugzeug von innen sprengt) selbst stirbt und nicht drangedingst werden kann” außerdem sei da ja noch das “Märtyrertum”. Punkte, die ich verstehe und anscheinend hinnehmen muss.

Also, um zum Punkt zu kommen: Vielleicht ist es an der Zeit alte Strukturen zu überdenken und flexibler auf veränderte Rahmenbedingungen einzugehen.
Nur ein fixer Gedanke.

Gruß,
Jan Oelze

Durch diesen Selbstmord gewinnt der Märtyrer, Allah nach, einen Platz im Himmel voller Jungfrauen und Wein. Wer will das nicht? Die Umsetzung dieser Bodenattacken setzt ein gewisses Grundkenntnis über das Flugzeug heraus, das, wie ich annehme, jeder Terrorist bereits hat. Man schieße in das Triebwerk, fertig. Nun benötige man noch einen Basis. Einen Bodenstation. Ein alter Hangar wäre perfekt, direkt auf dem Flughafengelände, in unmittelbarer Nähe der Start- und Landebahnen. Das würde die größte Aufmerksamkeit erzielen. Jetzt müsste man noch in Erfahrung bringen, wie man in einen solchen besagten Hangar begeben kann. Eine Gruppe Terroristen kann ja nicht mal eben nachfragen. Nun kommt Geld ins Spiel. Geld, von dem Al-Quaida genug hat. “Waffen, Drogen und Menschenhandel sind immer noch ein lukratives Geschäft”.

Wenig genug, um sich bestechen zu lassen, verdient ja jeder. Man kriegt ja den Hals nicht voll. Ich kann mir nur zu gut denken, dass ein paar Nachtschichtler, deren Job daraus besteht, nachts die Flughangars zu reinigen und das Wellblech zu schrubben, bei 50.000$ auch mal vergessen, die Tür abschießen. Man, sprich Al-Qaida, will aber nicht die erstbeste Maschine von Paris nach Lyon abknallen, sondern ein Zeichen setzen. Frankfurt-Tokyo, Boston-New York. Man will die Menschen in Angst und Schrecken bringen und den ungeheuren Einfluss von Al-Qaida manifestieren. Man will zeigen, dass hohe Bankenbauten der immensen Kraft Allahs nicht standhalten können, dass jeder noch so schnelle Blechvogel von einer lahmen Ziehente gestoppt werden kann.

Rasiert sich der besagte bärtige Mitreisende, fällt er nicht weiter auf. Bomben und Pistolen werden sofort gefunden, und dank der Terroristen kann man sich nicht mal mehr die Cola mit in den Flieger nehmen. Es gibt Unmengen an Sicherheitsvorkehrungen an allen Flughäfen der Welt. Doch immer noch, trotz aller Kontrollen und Verboten und Einschränkungen, kommt es zu Anschlägen. Was machen wir also falsch? Oder sind wir einfach zu paranoid? Nehmen wir es vielleicht einfach zu ernst, wenn eines von 10.000 Flugzeugen abstürzt? Sei es durch einen Defekt oder durch eine Detonation. Allgemein wird angenommen, dass wir uns in der Ersten Klasse sicherer fühlen können oder besser dabei sind, wenn der Pilot in seinem Job geübt ist. Aber wenn das Flugzeug abstürzt, ist es dann nicht zweitrangig, weshalb es jetzt zum Eklat kam? Ich mein ja nur…

Zurück zum Thema jedoch: Wenn einmal alle Voraussetzungen für einen perfekten Bodenterroranschlag auf ein Flugzeug gegeben sind, benötigt man nur noch das entsprechende Werkzeug, diese prokuriere man sich beim Händler des Vertrauens oder bei der amerikanischen Geheimpolizei oder beim französischen Staat (darüber wird auch mal geschrieben werden). Der Rest erledige sich von allein.

Viel Spaß!

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